Slow and quick

Langsam geht das Langlaufen bei mir, und schneller das Schi fahren...
beides ist schön und beides habe ich auf einer kleinen "Reise zu mir " in der Obersteiermark in Hohentauern
und im Lachtal
5 Tage lang genossen.

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Am Wasser

Das  Rauschen des Tagliamento, ich konnte nicht anders als das festzuhalten..obwohl es in Wirklichkeit noch viel viel schöner war.

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Stundenlang am Wasser, im Fluß und bei den Steinen, das war mein Glück.

Tagliamento, da will ich hin

Tagliamento_braided_channels_a

Der  Traumfluß meiner Kindheit, der Tagliamento, auf dem Weg zum Meer:
nicht weit von Österreich und doch so fremd...mit dem herrlichen Türkis im schneeweißen Flußbett.
Bald  bin ich unterwegs nach  Udine  und werde etwas tun, was ich mir seit  Jahren vornehme, aber dann doch nie gemacht habe:
dort Rast machen und  einen Stein  mitnehmen...

bald!

Sarajewo, über Religionen

Mit wem war ich in Sarajewo ? Mit  Leuten vom Haus der Stille , einem  spirituellen Zentrum  hier in der Nähe von Lassnitzhöhe. Das Haus der Stille ist ein guter Ort, offen für alle , unabhängig von religiösem (oder eben nicht ) Bekenntnis, Nationalität und Lebenssituation.
Im Haus der Stille leben sie eine Gemeinschaft im besten  "franziskanischen" Sinn.Man kann dort für einen Tag, eine Woche oder länger sein, oder eben auch Ausflüge und Reisen unternehmen.

Und in diesem  meinem heutigen Beitrag dreht sich alles um Religionen.

Wir  besuchten in Sarajewo  IMIC, eine religion based grass roots NGO, und wer es genau wissen will,  hier ist ein link dazu. Die haben im Krieg und nach dem Krieg vielen geholfen, egal, welcher Religion.

http://www.ccfmc.net/wDeutsch/ccfmc/bibliothek/mission_theol/2007_11_Dialog.shtml

Durch IMIC kamen wir in den 5 Tagen, die wir in Sarajewo waren,  zu vielen Gesprächen mit Leuten aus  drei  Religionen, Christen, Juden und Moslems, und haben uns auch ihre Kirchen, Synagogen  und Moscheen angeschaut. Ein besonderes Erlebnis war vorgestern am Abend  das Gespräch mit dem Muezzin  der Kaiser  - Moschee , der über hundert Stufen 5 mal täglich hinauf und hinunter  in seinen Turm eilt, von dort  oben herab singt (ohne Lautsprecher) und uns atemlos und fröhlich sagte, dass sein Vater ein noch viel tollerer Muezzin war als er, den hörte man nämlich 10 Kilometer weit!
"Ich muß in 3 Minuten wieder hinauf" meinte er..und wir warteten natürlich unten , um zu schauen, ob wir ihn oben sehen.., ja wir sahen und hörten ihn, er stand auf derm Turm,  der  sich  klar abhob  in der Nacht, daneben der Halbmond, sehr schön,  wirklich!
Der Muezzin sang  wunderschön.. dazwischen winkte er uns kräftig- und sang wieder weiter. Beeindruckend!
Noch etwas Erzählenswertes: Marko Orsolic, der Leiter von IMIC, ein sehr unkonventioneller Franziskanerpater ( im normalen Gwand, ohne Kutte) sagte uns, dass er sicher niemanden,der einer anderen Religion angehört,  bekehren will , niemand missionieren, denn wenn eh alle-Muslime, Orthodoxe, Juden,  an einen Gott glauben, wozu? Das wäre so, als würde man einem Vater ein Kind wegnehmen, es anders kleiden und dann wieder zurück zum Vater bringen.
Aus unserer Diskussionsrunde:
Die "Gender-Frau" war eine Muslimin, Uniprofessorin,  die sehr engagiert ein Religionsbuch für alle 3 Religionen geschrieben hat, das wird jetzt an den Gymnasien verwendet.Und ein anderer Franziskanerpater und Uniprof,  (auch ohne Kutte) Drago, der schon  mit Liessmann diskutiert hat und bei Zulehner in Wien studiert hat, der Bücher vom Bosnischen ins Deutsche übersetzt, sagte mir, dass er lieber einen Ethikunterricht an den Schulen hätte als Religionsunterricht.
Die Juristin des Sarajewo-  Bürgermeisters hatte vor dem Krieg ein gutes Leben , sagen wir, Wohlstand. Sie war während des Bosnienkrieges  als Flüchtling in Deutschland, und obwohl sie Juristin ist , arbeitete sie als Putzfrau.  Dort  wollte man  ihr erklären, wie ein Staubsauger funktioniert.
" Es ist bitter,wenn man  das , was  man  schon einmal gehabt hat,  wieder verliert" meint sie..

Anderen ging es noch viel schlimmer. Ich habe mir den Tunnel, den  die Bosnier unter dem Rollfeld des Flughafens durchgegraben  haben, angeschaut und das Museum dazu.

http://de.wikipedia.org/wiki/Sarajevo-Tunnel

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Sarajewo

Sarajewo, ich bin seit vier Tagen da . Aber wo soll ich anfangen?

Beim Krieg. Der Krieg ist seit 15 Jahren vorbei, aber es gibt noch viele Ruinen und viele Wunden in den  Hausmauern. Die 10 000 Toten sind nicht vergessen.So viele Friedhoefe wie hier habe ich noch nie in einer Stadt gesehen, und es sind keine Blumengaerten, diese muslimischen Friedhoefe  sind
Mahnmale mit ihren schmalen weissen Stelen, die zum Himmel zeigen.
Ich habe viele Spaziergaenge gemacht und bin  entlang der Miljacka gegangen, habe ihre  Bruecken ueberquert. 
Mit ehemaligen Gastarbeitern habe ich Deutsch geredet, mit anderen Englisch..zu dumm dass ich keine slawische Sprache kann..jetzt erinnere ich  mich an meinen Vater, der oft sagte : Eine slawische Sprache sollst du lernen, das ist wichtig...
Die Bosnier, die ich getroffen habe, waren entgegenkommend und  freundlich. Die Stadt als Schnittpunkt zwischen Ost und West, wird oft gesagt, und wirklich, man sieht neben den Moscheen so viele altoesterreichische Bauten,  etliche Kirchen, zwei juedische Zentren , eine neuen Synagoge, und dann gibt es den  orientalischen Bazar, zwei Karawansereien, und zwischendurch auch einmal die Wiener Strassenbahn, ganz typisch im bekannten rot- weissen Design.
Nach dem Krieg haben einige Staedte der Stadt Sarajewo  ihre ausrangierten Strassenbahnen geschenkt, und neben gelben, blauen, eckigen und rundlichen sieht  man in Sarajewo eben auch "unsere" fahren.
Aus den diversen Mussen und Buechern welss ich, dass alles hier mit dem Ise-Beg anfing, der die Stadt mit einer Moschee und einer Bruecke und auf der anderen Fluss-Seite mit einer Karawanserei gruendete, das war um 1462.
Die vielen Brunnen, alles Trinkwasser, die wunderschoenen ruhigen Innenhoefe,nicht nur bei den Moscheen.
Weiter geht es zu Hause, mit mehr Fotos, ich bin hier zwar in einem super Internetcafe, aber ich will hinaus in die warme Sonne, zu den Brunnen und zum bosnischen (griechischen, tuerkischen) Kaffee im Kaennchen, mit dem Gummiwuerfel,  ( Pardon, Rahat Lokum...)

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